Ehrlicher Automatisierungs-ROI ist realisierter Wert minus Vollkosten, gemessen gegen eine Baseline, die Sie vor dem Start erfasst haben – und „gesparte Stunden“ zählen nur, wenn Sie sagen können, wohin diese Stunden gingen. Der meiste berichtete Automatisierungs-ROI scheitert an einem dieser drei Tests, weshalb die Führung aufgehört hat, den Zahlen zu glauben.
Die volle Kostenseite
| Kosten | Wo sie sich verstecken | Typischer Anteil an den Gesamtkosten |
|---|---|---|
| Aufbau / Setup | Sichtbar, meist budgetiert | 20–35 % |
| Lizenzen & Inferenz | Sichtbar, wächst mit dem Volumen | 15–25 % |
| Menschliche Review-Zeit | Ungezählte „kurze Checks“ der Outputs | 15–30 % |
| Wartung & Fixes | Prompt-Drift, Integrationsbrüche, Modellwechsel | 15–25 % |
| Fehler-Aufräumarbeit | Nacharbeit, wenn Outputs falsch waren | 5–15 % |
Die ehrliche Wertseite
- Harte Einsparungen: Kosten, die die GuV verlassen haben – ein gekündigtes Tool, eine nicht nachbesetzte Stelle, weniger Überstunden. Beweisbar.
- Kapazität: Stunden, die in benannte Arbeit umgeleitet wurden. Real, wenn Sie die Arbeit benennen können; Fiktion, wenn nicht.
- Qualität: weniger Fehler, schnellere Durchlaufzeit, bessere Kundenergebnisse – messen Sie die Metrik, nicht das Gefühl.
- Der Test für „gesparte Stunden“: Multiplizieren Sie nur dann mit dem Vollkostensatz, wenn sich Headcount, Überstunden oder Backlog tatsächlich verändert haben.
Eine Methode, die der Prüfung standhält
- 1Erfassen Sie die Baseline vor dem Aufbau: Volumen, Stunden, Fehlerrate, Durchlaufzeit.
- 2Messen Sie danach dieselben Zahlen – gleiche Definitionen, gleiche Periodenlänge.
- 3Ziehen Sie die Vollkosten ab, inklusive Review- und Wartungszeit.
- 4Klassifizieren Sie das Ergebnis: harte Einsparungen vs. Kapazität vs. Qualität – nichts vermischen.
- 5Berichten Sie die Spanne, nicht den Best Case – und aktualisieren Sie quartalsweise, denn die Kosten laufen weiter.
